Archive for Juli, 2006


Montag. Status Quo.

Ich bin noch keine zwei Stunden hier und habe schon das Bedürfnis, Pause zu machen – lange Pause, drei Wochen, oder so.

Was los ist?

Nichts besonderes, viel Kleinkram zu erledigen, Rechnungslauf vorbereiten, eine alternative Python-Installation aufsetzen, damit wir endlich bei den Socketoperationen Timeouts in den Exceptions haben, Kunden anrufen, Anfragen der BNetzA klären. FTP-Zugänge einrichten und mehr derlei Kram.

Das Wochenende war zwar nicht superanstrengend, aber wenn man eh schon urlaubsreif ist, zehrt alles. Irgendwie.

Apropos Wochenende: Freitag habe ich ziemlich lange mit Carlos, Hector, Daan und Hendrik am Aachener Weiher gelegen, eigentlich wollte ich ja zu den Shackstern, die sich BoogieDan als Gast geladen hatten, wollte aber nicht mit meinem Parkequipment, sprich Sandalen, ins Subway gehen. Dafür war ich dann relativ früh daheim und am Samstag mal etwas ausgeschlafener, als sonst.
Gut so, denn Samstag begann dann mit dem Üblichen: Puszta-Hütte, Gulaschsuppe, 1,2 Kölsch mit Carlos, Katrin und Katja und danach mit Hendrik in den Blücherpark, dort fand das Cologne Summer Tunes statt, war etwas schwierig, bei der Menschenmasse die fürs Schachspielen nötige Konzentration aufzubringen, hat beim ersten Spiel auch nicht geklappt, dafür lief es im zweiten besser. Dann ab nach Hause, Platten packen und gegen 20h mit Daan und Hendrik los Richtung Rhein, die Poller Jungs dort treffen, lauwarmes Bier trinken und auflegen, querbeet, hat Spass gemacht, gerne wieder. Vor allem, wenn man dazu vernünftige VJs hat.
Im Club war dann einfach zu wenig los, um Spass zu haben, na ja, wir haben das beste daraus gemacht und zumindest schöne Sachen gespielt.

Sonntagmorgen mal wieder auf der Couch aufgewacht – langsam komme ich mir ab und an vor, wie ein schlechter Marlowe-Abklatsch, das sollte ich mal etwas zügeln – kurz an den Rechner, wieder ins Bett, dann in den Blücher Park, grillen, vom Regen in die Traufe geraten, nach 3 Stunden war der Lachs dann auch mal durch, die Wiese nass und es regnete eigentlich nur noch unter den Bäumen. Dann noch etwas Brasilflair mittels barfussball auf der nassen Wiese, danach zu Hendrik, Schach.

So, Python ist fertig übersetzt und installiert, jetzt mal die entsprechenden Anpassungen vornehmen….

Lighter! Lighter!

Wenn sich manche fragen “Wer bist’n Du, ey?“,
dann hat der- oder diejenige wohl Nina Hagen im Kopf, die Frau, die vor fast 30 Jahren schon sehr treffend und zukunftsorientiert die Kölner Lichter beschrieb: “Ist ja alles so schön bunt hier!

Tja, und genau so bunt wird’s morgen Nacht im Purple Club, bei uns, wenn wir – aka Feuerwerker Jerc Klerk, Granatenonkel DJ Dariusch & Sprengmeister kleinski – wieder zur Hauptsache, dem F**K! einladen.

Über schäpprigen Soul, kurvehaltend beim guten alten Gevatter Funk vorbei, hin zu kontemporärem Rap, gibt’s ein keine Wünsche offen lassendes Feuerwerk mit erlesensten, in schwarzes Gold gegossenen, Edelkrachern,

come as you are! dance! feel fine!

Ausserdem findet morgen vorher in Südbrückennähe
ein Kaffeeklatsch statt, Toni Trust und DJ Rundfunk
laden ein, ab 16 Uhr.

Sei dort oder begnüge Dich zukünftig mit
der quadratischen Daseinsform!

Mir fehlen fast die Worte, wenn ich darüber nachdenke, wie Par Ordre De Mufti entschieden wird, dass nun dafür zu zahlen sei, wenn man von daheim arbeiten muss oder möchte.

Ähnliches mit den GEZ-Gebühren für die Mobiltelefone – wo macht das Sinn? Was ist mit dem Kühlschrank, der seine Bestände selbstständig verwaltet und über das Netz nachordert? Zahlt man dafür Radio- oder TV-GEZ-Gebühren?

Mehr zum Thema hier bei SpOn…

Schleichwerbung

Das gibt’s doch nicht! Schleichwerbung im irakischen Gerichtssaal!?

Nach Auskunft aus dem Umfeld des Tribunals hat Saddam, Hussein im Anschluss an die heutige Verhandlung erstmals wieder etwas gegessen. “Er hat Rindfleisch mit Reis und etwas Brot gegessen. Anschließend Obst. Er hat auch ein kohlensäurehaltiges Getränk auf der Basis von Koffein getrunken”, hieß es.

Da frage ich mich doch, ob dies das recht bekannte Erfrischungsgetränk aus Seattle war?

Neues im Osten

Ich habe gestern noch geschrieben, dass ich keine Meinung zu dem Israel-Libanon-Konflikt habe und mich hüten würde, mit meinem (maximal) Halbwissen Stellung zu beziehen.

Dies hat sich nicht wirklich geändert, allerdings lässt mich dieser Konflikt aber auch nicht vollkommen kalt, insbesondere, nachdem ich auf das Blog von Zena gestossen bin.

EDIT, etwas später:

Hier ist eine Darstellung von Zeev Avrahami, israelischer Journalist und Friedensaktivist, wie er den Konflikt aus seiner Warte beurteilt.

Auch nicht unnachvollziehbar.

Die Gendarmerie zu Gast bei Freunden …

… und dann sowas. Gibts doch gar nicht. Unglaublich. Schöne Vorstellung: Ich hätte gerne das Antlitz von Louis erblickt, in dem Moment, wenn er bei dieser Razzia, wie von der Tarantel gestochen, durch die Tür und abgeht, wie Schmitz’ Katze.

Aber geht ja leider nicht mehr. Genau so wenig, werte ostfranzösische Jungkiffer, wie sich den Weltmeistertitel herbei zu rauchen.

Mal was ganz Neues: “Mann, ist das heiss!

Na ja, hilft ja nix. Ausser ab und an auch mal den Blick über den Tellerrand aka Monitor heben oder weiter drauf starren und sich kurz von Neuigkeiten durchrütteln lassen.

Neuigkeiten nicht aus dem nahen Osten, das wäre zu deprimierend und wohl weniger erquickend als die beiden Links, die ich Euch heute vorstellen möchte.

Zum einen haben wir da, passend zum Thema: Was wäre, wenn ich nicht bei der Hitze arbeiten müsste? Dazu dieser Spiegelbericht über Menschen, die sich aus dem Gefüge aus- bzw. in neue Strukturen einklinken.

Zum anderen ein Artikel aus dem virtuellen Wittenberg, hier handelt es sich um 95 Thesen, die beschreiben, dass man sich als Geek doch mit anderen Geeks zusammen tun und Positionen formulieren sollte. Geeks aller Länder, usw.

Ach so: Ich schrub dieses Posting nicht, weil ich heute so furchtbar gegen alles wäre, eher im Gegenteil, sondern um die Hitze-bedingte gedankliche Maximalfokussierung mal etwas aufzuweichen.

Und nachher gehts raus aus der Matrix, direkt in den Park, hell yeah!

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