Archive for September, 2006


Teil zwei von drei, die Erfahrungen meiner ersten Urlaubswoche sind hier.

Urlaubszeit: Sonnenzeit. Und so war mein Besuch in Hamburg auch.

Hauptsächlich auf’m Drahtesel unterwegs, habe ich die Stadt diesmal anders erkundet als sonst, ausser Freitagnacht, Q’s Plattentaschen hätten jedes Fahrrad in die Speichen gezwungen.

Ich fange mal vorne an: Montag war ja erstmal Jamie Lidell in der Stadt und schön war’s. Ausgesprochen schön, sogar. Selten so eine durchmischte Crowd bei einem Konzert der Shackster gesehen, Elektrohipster neben Soulmod, fein das. Entsprechend die musikalische Mischung, die Jamie, Gonzo und Mocky zelebrierten: Zwischen Beatbox gebreakten Loops, die Jamie als Backing für seine Solonummern nutzte, und Besenjazzswing. Mocky an der Schiessbude, Gonzales am Flügel und Hr. Lidell rockte die elektronische Ecke und das Mikrofon äusserst soulful.

Auf Snax im Vorprgramm hätte ich verzichten können, Über Vollplayback Falsett singen ist vielleicht auf der Party daheim klasse, hier war es nervig.

Nach dem Gig bin ich dann noch mit einer Kollegin aus dem Boogaloo um die Häuser gezogen, der Dienstag war dementsprechend hinüber. Macht ja nix, auch dafür ist Urlaub da.

So, dies als Zwischenbericht, ich “veröffentliche” das jetzt mal, bevor der Artikel so alt wird wie Dönerfleisch und berichte vom Rest der Urlaubswoche beizeiten. Wort drauf.

Emo in Hamburg

Kaum bin ich mal nicht in der Stadt, kann ich auch mein wahres Gesicht zeigen, hier beim Reeperbahnfestival in Hamburg:

In den nächsten Tagen gibt’s dann den entsprechenden Urlaubsreisebericht…

Sa, 16.09. / ca. 13h – München

Gerade die Allianzarena links liegen lassend – schon beindruckend, der umgekippte Marshmellow-Mann – und nun wieder auf dem Heimweg über Nürnberg wird’s Zeit, eine Zwischenbilanz meines Urlaubs zu ziehen [ jetzt 16km Stau ] um Euch daran teilhaben zu lassen.

Die letzte Woche war ja prädestiniert für Easy-Chillin’ im Park – ich habe sogar etwas meiner “fürnehmen” IT-Blässe verloren – aber nach 3,4 Tagen reicht’s auch an Müssigkeit, die macht letztendlich auch nur bräsig. Also kurzfristig beschlossen, mit Carlos einen Freund (nach Rosen-)heim zu bringen und mal 1,2 Tage Luftwechsel zu haben. Donnerstagmorgen ging’s los, für Urlaubsverhältnisse sehr früh: Sieben Uhr.

Dafür waren wir zeitig in der “Fachhochschulstadt” und konnten uns so ausgiebig dem Hauptthema Bier widmen: In einem schönen Biergarten, unter Kastanien, dort gab es den ersten bayrisch-deutschen Sprachaustausch – Intercambio an Rosenheimer Schlachtplatte.

Abends noch auf ein paar Weisse in die „Arche“, Noah war nicht da (haha) aber das Bier recht lecker. Danach gemütliches Beisammenhocken und Biertrinken, daheim bei unserem Kumpel.

Am nächsten Tag trennten sich Carlos’ und meine Wege, er fuhr nach München einen Freund besuchen und mich und unseren Gastgeber zog es nach Salzburg. Wunderschöne Stadt und wenn wir nicht viel mehr Zeit dort verbracht hätten, als vorgesehen, würde mir Mozarts Geburtsort auch besser in Erinnerung bleiben. Aber von vorn und zwar später, muss jetzt das Ruder in die Hand nehmen, Fahrerwechsel.

[ Sa, 16.09. / 16:48h - kurz vor Hanau ]

Carlos hat wieder den Fahrersitz eingenommen, also weiter:

Gestern startete alles sehr gemütlich mit einem handfesten Frühstück, bevor uns Carlos mittags am Bahnhof absetzte. Eine gute Stunde dauert die Fahrt von Rosenheim durchs leider weniger bergige Alpenvorland, war aber dennoch recht kurzweilig. U.a. dank der aktuellen tollen Waxpoetics-Issue (Parliafunkadelicment-Spezial).

Dann Ankunft in Salzburg und nach wenigen Minuten Altstadterkundung kreuzten wir die Salzach auf Quellsuche der Blaskapellenmusi (schreibt man das so?) und gerieten mitten in den Rupertikirtag, Jahrmarkt quasi. Und Schützenfest. Und ‘n bisschen Karneval. Spassig, aus Touristenaugen betrachtet.

Dazu gab’s dann den obligatorischen historischen Markt, auf dem althergebrachte Handwerkskunst dem geneigten Besucher näher gebracht wird. Haben wir auch gemacht, Biergläser aus unmittelbarer Nähe geneigt und uns das eigens zum Rupertikirtag gebraute Weissbier einverleibt. Lecker, das. So wie die Bedienung, Camina, auch ein lecker Mädsche, fanden nicht nur wir, sondern auch die drei Briten an unserem Tisch. Der frühe Abend verlief dann auch dementsprechend feucht und fröhlich, “Bottoms up!” Klar, dass es nicht lange dauerte, bis einer der Jungs schon sehr silbrig aus der Wäsche guckte, war aber ‘n klasse Biernachmittag – bis wir mit dem Taxi zum Bahnhof, um dort nicht mehr den Zug zu erwischen…

BurgerKing jamann!

Nachdem wir dem enteilenden Zug um 21:24h nur müde hinterher schauen und erst geschlagene sieben Stunden später wieder zurück reisen konnten erstmal ‘n Frustburger bei BK: Alta! So ‘ne heftige Fettgeruchattacke habe ich noch nicht mal in der ranzigsten Bude auf’m Kiez in St. Pauli erlebt! Ich dachte anlässlich des Mozart-Jubiläumjahres würden die Salzburger BK-Betreiber das Bratfett mal wechseln. Scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein.

Schnell raus, raus, raus, um auf einer der Bahnhofsvorplatzbänke eine den Frass nur ansatzweise zu verzehren und dann schnell wieder in die Stadt. Der nächste Zug war ja schon für 4:27 terminiert.

In der Altstadt dann auf die Suche gemacht nach der Kneipe, die uns Camina nannte, unter Abnahme des Versprechens, die Engländer im Dorf zu lassen. Kneipe letztendlich gefunden, Camina nicht – die Enttäuschung bei meiner Begleitung hielt sich allerdings in Grenzen, mir wars eh wurscht.

[ Breakdown ]

Über die Abipartykids, die sich in den Restaurationsbetrieben direkt und schön an der Salzach gelegen, verlustiert haben, über die deutsche Hysterikerin, die unweit von uns telefonisch eine Anzeige erstattete und über die ungarisch geprägte Rückfahrt im Euronachtzug erzähle ich nix. Eh schon langweilig und viel zu lang der Artikel hier.

Ausserdem geht’s gleich duschen und dann in den Purple Club. Lauras Geburtstag und zum letzten Mal Hauptsache f**k!
Irgendwie bin ich erleichtert.

[ So, zurück in der Zivilisation, gerade das NRW-Wappen passiert, noch ca. 60 km. Samstag, 16.09. // 17:58h ]

Meine Auflegetermine im September:

01.09. Funky Bunch
mit DJ Dariusch
im Apropo
FunkySoulfulWildStyledBreaks

08.09. kleinski on da corner
L“, Hüttenstr. 24
BarSounds

09.09. Jurassic Arts
in Odonien, Hornstr. 85, Strandbar
LatinSoulCarribeanLimbo

16.09. Hauptsache f**k!
mit Jerc Klerk & DJ Dariusch
im Purple Club,
Luxemburger Str. 60
FunkySoulfulWildStyledBreaks

Wen wundert’s?

Also, mal ernsthaft gefragt. Mich nicht, hat Bonnie Tyler en todo doch den permanenten Status von Rod ‘Becks-sichert-meine-Rente’ Stewarts unsäglichem ‘Sailing’: Unhörbar!

Total Eclipse of the Heart

Laut der Zeitung “The Mail on Sunday” fühlten sich einige Mitreisende durch das Getöse und den lauten Gesang an Bord belästigt. Sie hätten um die Sicherheit des Fluges gefürchtet und seien traumatisiert.

[ via: Flieger-Ständchen: Bonnie Tyler traumatisiert Passagiere - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten ]

Addendi:

Sorry Bonnie, don’t you think you’re sexy!

Dazu hier eine Meta-mässig passende Diskussion, MacOss hat offensichtlich nicht den schlechtesten Geschmack…

Anmerkung: Wie immer am Montag etwas chaotisch, der Eintrag, aber es ist ja auch Montag, der Tag an dem meine Einträge immer etwas …

Oder: Warum lesen bildet.

Nun gut, die Eingangsfrage lautete allerdings nicht: “Was ist der Unterschied zwischen schwarz und weiss?” sondern: “Was würden Sie einem Frontsoldaten in einem fremden Land als Verständigungshilfe in die Hand geben?

Heutzutage wären es bestimmt iPods, Communicators, kleine Cams, die dann via IP alles an babelfish.pentagon.us senden, dort würde dann die Auswertung elektronisch vorgenommen, alles wäre in den Archivrechnern auf Jahrzehnte gesichert und binnen Bruchteilen von Sekunden hätte unser Frontsoldat seine Antwort und würde vermutlich “Challo, ihch kommmä unt bringä Friedänn!” den Zivilisten entgegen äussern.

Ich bin allerdings weder Militärexperte, noch -visionär, deshalb bleibe ich mal bei den Markwortschen “Fakten! Fakten! Fakten!” und liefere ein wenig Anschauungsmaterial aus russischer Perspektive, genauer von der “Kriegsfakultät westlicher Sprachen” (Hrsg.), das “Deutsch – Russische Wörterbuch der Umgangswörter, Spitznamen und Kraftausdrücke“.

“Ihr NaziKommunistenSchweine!” .-)

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