Folgender Text war ursprünglich als Kommentar auf Nicos Verriss gedacht und hat sich während des Schreibens verselbständigt. Darauf bin ich gestossen, als ich Anjas ebenfalls vernichtende Kritik auf Medienrauschen las.

Deshalb hier nun meine Haltung zu 300 vor dem Film.

Hm, klar, muss man 300 nicht mögen, Gewaltverherrlichung, Konservativismus, simple Strukturen, usw. mag halt nicht jeder. Aber “Über” direkt in einen faschistoiden Kontext zu rücken, finde ich etwas gewagt (siehe).

Ich bin mal gespannt, denke, ich werde mir heute Abend den Film geben. Und ja, ich mag mitunter die o.g. Kritikpunkte. Auch gerne in Comic, Musik und Film. Ich mag ja auch die Cover von Naked City und Painkiller, die kaum passender zur Musik hätten gestaltet sein können.

Und noch was: Als Miller den Comic schuf, war die derzeitige politische Situation nicht absehbar, deshalb ist es schon äußerst kühn, Bezüge zu Jetzt und Heute herzustellen. Tolkien hat sich auch immer gegen die vermutete Allegorie vom Herrn der Ringe zum 2. Weltkrieg gewehrt. Manchmal ist und bleibt eine Rose eine Rose und ein Film ein Film.

Lustig finde ich nur, dass selbst der Iran Protest einlegt und dass es tatsächlich Leute gibt, die sich darüber beschweren, dass Krieg zu brutal dargestellt sei.

Mehr dazu danach.

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