Lustig, was PI so über den Kölner OB schreibt:

Als er letztlich dort Werbebroschüren für die Gr0ßmoschee verteilte, soll ihm ein ziemlich kalter Wind ins Gesicht geblasen haben.

Denn der kalte Gegenwind hat mit Sicherheit weniger mit der Moschee, als mit der Person Schrammas an sich zu tun – wenn man sich die Kommunalwahlergebnisse von 2004 mal zu Gemüte führt, wird man relativ schnell erkennen, dass Die Grünen hier weitaus beliebter sind, als die CDU. Ein Bild, welches sich in meinem hiesigen Bekanntenkreis nur vertiefen lässt. Der Tenor ist: Wenn die Kirchen Gotteshäuser haben dürfen, darf dies den Muslimen nicht verwehrt bleiben. Zumal die Moschee dort eh besteht und das jetzige Gebäude einen ästhetischen Schandfleck darstellt, der schnellstens korrigiert gehört.

Was nicht heißt, dass ich den Weckruf eines Muezzins begrüßen würde und mir religiöse Fundamentalisten egal seien — bei weitem nicht, allerdings, solange die Kirche im Dorf belassen und durch die religiöse Position der Fundis jedweder Konfession das Alltagsleben anderer nicht berührt wird, dann schon.

Was folglich nicht in Ordnung geht, sind die Angriffe auf Ralph Giordano, umso mehr freut es mich, dass sich die Studentenfraktion Die Linke mit ihm und der Meinungsfreiheit solidarisiert, auch und gerade wenn Herr Giordano sich in Polemik suhlt.

Und: Genau so wenig geht es in Ordnung, wenn Pro Köln sich als Sprachrohr aller Ehrenfelder darstellt, siehe auch die Wahlergebnisse oben, dieses Pack hat hier nichts verloren. Deshalb werde ich wieder auf die Straße gehen. Ich hoffe, Ihr auch.

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