Aus aktuellem Anlass – ein Kunde fragte mich eben, ob ich auch FC-Fan sei, heute geht es gegen die Pillen aus Rechtsrheinkusen – musste ich doch noch mal kurz beim Spiegel die Lobeshymnen verschiedener Autoren an ihre Vereine nach dem FC durchwühlen.
Ich muss Marc Schürmann größtenteils auch recht geben: Wer leiden will, wird FC-Fan. Ich glaube aber auch, dass dies nur in Köln mit so einer Leidenschaft gelebt werden kann – welche Stadt kann von sich behaupten, emotional katholischer zu sein? Münster? Ach ne, katholischer vielleicht, aber für Emotionen zu westfälisch. Tübingen? Verkopft! Und so weiter.
Und das macht mich einerseits stolz, als alter Lateiner weiß ich aber andererseits auch, dass diese Eigenschaft ein großes Quäntchen Dummheit beinhaltet.
Aber, wir haben uns das ja selber eingebrockt und ausgesucht und das Schlimmste ist: Ich kann auch nicht wirklich vom FC lassen und selbst Prinz Lukas hat sich standhaft geweigert, hochdeutsch zu lernen und in Bayern heimisch zu werden und wenn wir dann am Ende mit einem Punkt vor den Bayern die Saison überstehen¹, wird Poldi die berechtigte Frage stellen: “Wat sull isch denn hä?” und Hoeneß in Erklärungsnöte bringen.
¹ isn’t it ironic?

Ach komm, ihr spielt Bundesliga und redet von leiden? Jammern auf hohem Niveau … aber das können die Kölner wie kaum jemand sonst, das muss man ihnen lassen ;O)
Ja, uns gehts nicht gut, wenn wir nicht klagen .-)