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Breathless – Krank vor Wut

Es ist selten, dass mich heutzutage etwas wirklich berührt, klar, gibt es immer mal wieder regressive Momente, in denen ich vor Glückseligkeit oder tiefer Melancholie heulen mag – diese sind aber ganz selten und vermutlich kommen sie bei mir genau so oft vor wie bei jedem anderen Menschen auch, sind also nichts Besonderes.

Was aber etwas mehr als Besonderes ist: Wenn ein junger und talentierter Mensch, der weiß, dass er bald sterben wird, sich hinstellt und diese Erkenntnis in Musik umsetzt. Ehrlich, offen und so direkt, dass einen das Hören der Songs mitunter dermaßen einfängt, dass zwischen Ausschalten und sich Völlig-darauf-einlassen keine Zeile passt.

Breathless oder Jonathan Schnee, wie der junge MC mit bürgerlichem Namen hieß, wusste, dass er sein Leben nicht lange leben würde: Er litt an Mukoviszidose und als er die Tracks für sein zweites Album Krank vor Wut schrieb, war ihm klar, dass er seine verbleibende Zeit schnell zu nutzen hatte.

Und nun sitze ich hier, mit einem Schauer im Nacken und wünsche mir, dass vielen Menschen das Glück zuteil, die Intensität der Raps von Jonathan zu erfahren. Er hat zwar nicht umsonst gelebt – eher im Gegenteil, denn sein Bewusstsein dürfte keine Erweiterung nötig gehabt haben – aber es wäre schon klasse, wenn vielen Menschen das Werk Jonathans näher gebracht würde.

Und an dieser Stelle auch noch Props an Kels und Baker, die beiden haben nach Breathless’ Verscheiden sein Album vollendet und künmmern sich nun darum, Krank vor Wut zu promoten und tragen Sorge dafür, dass die Einnahmen aus dem Verkauf an die richtige Stelle gehen.

Wer mehr wissen möchte, kann sich auf der myspace-Seite von Breathless umschauen und morgen Abend wird Jörg in seiner Soulsender-Show souleil auch einiges dazu zu erzählen haben.

Und zum Abschluss lasse ich – trotz Freiheit/MMW und Teebeutelterrorismus – Curse zu Worte kommen:

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