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2louse and way back

Prolog: Mangels Internetzugang schreibe ich diesen Text offline – was wird war also vielleicht schon ;)

Samstagabend, gleich geht es ins Kino: “Religolo” – ein Film mit Bill Maher, den mir mein Gastgeber während meines Besuches bekannt gemacht hat. Ich denke das wird ein angenehmer Spaß auf angemessen atheistischer Basis.

Und sonst? Eigentlich alles gut, abgesehen davon, dass seit einigen Tagen die für Heizung und Warmwasser zuständige Therme des Apartments ausgefallen ist und langsam die Kälte am Immunsystem knabbert. Aber morgen geht es wieder zurück nach Hamburg, dort werde ich dann ausgiebig heiss duschen, um die sich nähernde Erkältung abzuwehren und die auf gefühlte 30°C gesunkene Körpertemperatur wieder aufzuladen.

Toulouse ist recht schön, die dominierende Farbe der Stadt ist Backsteinrosa und erstaunlicherweise ist das Stadtbild dennoch (oder deshalb) sehr schön. An der Garonne entlang zu spazieren ist entspannend, Schlendern durch die schmalen Altstadtgassen etwas aufregender, die Augen springen zwischen interessanten Fassaden, netten Läden und attraktiven Französinnen (Cliché erfüllt!) hin und her.
Empfehlenswert ist der Besuch von “Saint Sernin”, der größten romanischen Kirche Europas, die immerhin an zumindest einer Wand noch bunte, wenn auch verblasste, Farben hat und durch die Höhe des mittleren Schiffes stark beeindruckt. Mehr Sehenswürdigkeiten, abgesehen von einem kurzen Abstecher in den “Couvent de Jacobins”, einer gotischen Kirche, in der Thomas v. Aquin begraben wurde und einem kurzen Blick auf das Weltkulturerbe “Canal du Midi” wollte ich mir nicht anschauen – das Wetter war nicht im Urlaubmodus und sich ausgiebieg durch die Stadt-Treiben-Lassen hat mir dann auch schon gereicht.

Der Ausgehtag für Studenten und Jungbleibenwollende ist interessanterweise der Donnerstag und, angesichts der Qualität und Preise der Biere kann ich nur zum gepflegten Pastis raten oder einen guten Rotwein empfehlen.
Das ist eh so ein Ding mit den Preisen: Lebensmittel und Konsumwaren wie Zigaretten sind oft um einiges teurer als in Deutschland, so dass ich mich frage, an welchen Stellen weniger Geld ausgegeben wird oder ob einfach die Löhne entsprechend höher liegen.

Aber das Einkaufen in den hiesigen Supermärkten macht Spaß: Welcher Supermarkt verfügt schon über ein Hummerbecken oder derartige Käsetheken? Ich war erstmal schlichtweg überfordert von der Reichhaltigkeit der Delikatessenkonserven und würde mir so manches Produkt auch bei uns wünschen…

Und nun heißt es für mich Zähne zusammen beissen und ab unter die kalte Dusche, bevor es ins Kino geht.

#### Interlude ####

Sitze nun im Flugzeug nach Hamburg, höre passenderweise Fat Freddy’s Drop (“I got nothing left to lose, it is time that I change my views”) und überarbeite bzw. ergänze den Artikel, den Du gerade vor Augen hast.

#### Und weiter ####

Kino war dann nicht mehr, wir kamen mit fünf Minuten Verspätung im “Utopia” an und durften keine Karten mehr erwerben – im Grunde genommen besser so, nach einem hervorragenden Abendessen aka Geschmacksexplosion waren wir beide auch etwas träge und sind dann auf ein Bier in den Irish Pub im Quartier um dann noch ein längeres Küchengespräch zu führen und dann zu Star Wars einzupennen.

Am nächsten rief die Heimat, ich war froh, dass der Flughafen wieder geöffnet hatte und bin dann auch relativ wohlbehalten in Hamburg gelandet und bevor ich den Artikel nun gar nicht mehr heraus haue, gibt es hier noch eine kleine Impression, wie Toulouse aussah, als ich die Stadt verließ:

Zu Themen, wie die Fahrerlose Metro und so, vielleicht, vielleicht bei Gelegenheit mehr.

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