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Wiener Würze in Kürze

Aschermittwoch ging es los: Zwanzig nach fünf aus dem Haus, ab zum Flughafen. Nach Flug und Transfer in die Wiener Innenstadt ab in die Florianigasse und dort den Schlüssel meines Gastgebers abgeholt. Dann in den 17. Bezirk und erstmal wieder hin gelegt, Schlaf nachholen. Am frühen Nachmittag die Burggasse erkundet, kleiner Zwischenstopp im Espresso, weiters zu Fuß Richtung Maria-Hilfer-Str. leider  hatte Tresznjewski dort schon zu. Danach ins wunderschöne (da nicht zu chice) Café Sperl und später im privaten Kreis Heringsschmaus genießen (hervorragende Digestifs wurden zur rechten Zeit gereicht).

Donnerstag das Alser Grätzel erkundet und im Weinhaus Steindl Rindsgulasch verzehrt. Am Nachmittag ins Café Weidinger, das über eine charmante Klubhausatmosphäre verfügt. Später die Tourirunde ab Schottentor über die Ringstrasse mit Rathaus, Parlamant, Burgtheater, dann Heldenplatz, Hofburg, Kohlmarkt, Graben, Stephansdom, Wollzeile und als Abschluss ins Gasthaus zur Stadt Paris, deren Schnitzel und geröstete Leber mehr als empfehlenswert sind.

Freitags den Kühlschrank neu bestückt und am frühen Nachmittag beim nunmehr offenen Tresznjewski gegenüber des Café Hawelka in einer Seitenstraße des Graben vorzügliche aka unaussprechlich gute Brötchen genossen, kurz zweierlei Nespressi im entsprechenden Ladenlokal im Graben genommen und dann ins Museumsquartier genauer ins KHM – die lohnenswerte Vermeer-Sonderausstellung und die Dauerausstellung betrachtet, zwischendurch im dortigen Café hervorragende Sachertorte konsumiert. Abends Restepasta und auf verschiedene Biere ins Café Carina, gelegen in einem Bahnbogen.

Samstag Anruf durch die technische Bereitschaft, also hieß es mit einem Kunden zu telefonieren und versuchen, einen Fehler ausfindig zu machen, der dann aber doch auf seiner Seite verortet war. Daraufhin ab zum Südbahnhof, dort – einer Zeitverknappung zweier Mitreisenden geschuldet – eine Stunde unfreiwillig gewartet und ab nach Bratislava, Piroggen essen und die kleine, aber feine Altstadt erkunden. Am Abend zu Konoba, einem dalmatinischen Fisch(nein, kein Hund!)restaurant, Fischplatte für zwei, kroatischen Weißen und Palatschinken verzehrt – alles top! Daraufhin ins Café Drechsler – Zwischentrunk – dann die rechte Wienzeile abgelaufen, auf der Suche nach dem Morrissonclub. Dort derbe gefeiert ’til the breakadawn.

Sonntagmittag nahezu gemeinsames Frühstück im Café Drechsler, sehr lecker und reichlich portioniert. Kurzen Spaziergang im Biedermeier-Grätzel Spittelberg, kleine Pause im Espresso und abends im privaten Kreis lecker bekocht worden, zum Dessert Eddie Murphys Suche nach dem goldenen Kind.

Der letzte Tag begann mit einer kleinen Shoppingtour, zuerst im Grätzel, weiters kam ich nicht umhin, das Hotel Sacher um eine ihrer Torten zu erleichtern. Zwischendurch auf ein paar Brötchen und ‘n Fiff erneut ins Tresznjewski und am Ende der Tour suchten wir noch eine Konfiserie-Manufaktur im 17., die wir schlussendlich auch fanden – allein, es ließ uns keiner hinein. Egal, Sweets ließen sich auch später noch besorgen, auf dem Rucksackbepackten Weg zu Il Sestante, deren Büffelmozzarella-Pizzen ebenfalls empfehlenswert sind. Und dann ging es ab – zum Flughafen und angesichts des Pilotenstreiks in eine verspätete XL Airways- anstatt einer pünktlichen Germanwings-Maschine. Immerhin: Getränke gab es kostenlos, das Personal war sehr zuvorkommend und XL kann ja auch nichts für den Streik.

Ach ja: Vinyl habe ich letzten Endes auch noch erworben, Moses Records ist anscheinend eine der besten Adressen zum Stöbern – genügend Zeit voraus gesetzt, dank der Masse an 7″-Dingern.

Fazit

Wien ist definitiv eine Reise wert, eher mehrere. Es ist deppert, dass es keine steirische Gastronomie in Köln mehr gibt, seitdem das Zeiritz geschlossen hat – die 1,2 hiesigen österreichischen Gasthäuser werde ich aber beizeiten in Angriff nehmen. Und derweil empfehle ich Grünen Veltliner, vorzugsweise den ausgezeichneten ’08er aus dem Hause Höpler.

Und: Derben Dank an meine Gastgeber und Co!

PS: Bilder reiche ich nach, sobald sie entwickelt wurden.

Edit: Sacher-Torten sollte man im gleichnamigen Hotel erwerben – am Flughafen kosten die in etwas 33% mehr.

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