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Der verdammte Dienstag

Nicht wegen der Arbeit oder anderem Alltagsärger. Nein.

Die Ereignisse, beziehungsweise auch Meldungen über einige Ereignisse, welche mich zwar nicht betrafen, aber betroffen machten. Die waren es, die diesen verdammten Dienstag ausmachten.

Das vermeintlich banalste Ereignis, der Tod eines prominenten Strippenziehers, Bernd Eichinger ließ zuerst mich relativ kalt. Klar, 61 ist kein Alter, aber jeder hat ja seine Zeit und ein Herzinfarkt verwundert nicht wirklich, bei dem Schaffensdrang. Aber, Moment! Da wurde mir erst bewusst, welches Werk Bernd Eichinger hinterlassen hat. Und, dass ein paar meiner Lieblingsfilme ihm zu verdanken sind. Der Name der Rose sei exemplarisch genannt. Und als ich den Text von Nilz Bokelberg bei den fünf Filmfreunden las, habe ich auch ein wenig Angst um die Zukunft des deutschen Mainstreamkinos empfunden. Diese Zukunft liegt nun nicht in meiner Hand und es gibt Schlimmeres.

Ein Fahrradunfall, beispielsweise.

Screenshot von Velo2010.

Screenshot von Velo2010.

Vor allem, wenn man selber an der gleichen Kreuzung auf die grüne Fußgängerampel wartet und der begleitende Kollege noch aus dem Augenwinkel eine radfahrende Bewegung wahrnimmt. Und wir gemeinsam den Knall des Zusammenstoßes. Unmittelbar darauf. Dieses Geräusch lässt einen für eine Weile nicht los. Und die Angst, dass der oder die Verunglückte vielleicht ein Freund oder Bekannter aus dem Veedel ist. Wir waren davon überzeugt, dass der Mensch das nicht überlebt hat. Deshalb empfinde ich Dankbarkeit über die  Meldung auf Velo2010. Und hoffe, dass die Radfahrerin bald wieder genesen wird, ohne Folgeschäden.

Wenn man dann abends erfährt, dass der in Moskau ums Leben gebombte Kölner ein Bekannter einer Bekannten ist, hört man nicht auf, sich Gedanken zu machen. Das Leben ist manchmal schneller vorbei, als erwartet. Diese bittere Erfahrung habe ich einige Male im Freundeskreis erlebt. Und dies tut mir mit Sicherheit mehr weh, als den Gegangenen. Egoistisch, klar. Aber so ist das.

Tut Euch und den Menschen, die Euch lieben und brauchen, einen wichtigen Gefallen und passt auf Euch auf. Egal, ob Filmemacher, BWLer, Student oder sonstwas. Der Tod ist niemals banal.

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