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Wie schnell wird vorverurteilt?

Ja, man kann H.P. Baxxter gerne angreifen ob des mehr oder minder musikalischen Werkes Scooters. Aber ihm leichtfertig zu unterstellen, dass er Anhänger von Nazirock-Bands sei, ist – so es sich nicht lückenlos beweisen lässt – erst einmal Rufmord.

Betrachten wir das einmal näher. Heute wird auf Oire Szene in einem Posting folgendes behauptet:

[ ... ] dass der Sänger „H.P. Baxxter“der allseits beliebten Band „Scooter“ („Hyper!Hyper!“ wird ja sogar auf Antifademos abgefeiert) scheinbar eine äusserst fragwürdige Vorliebe für neonazistische Bands hegt.

und weiterhin:

So liegt uns u.a. ein Bild vor, auf welchem er ein Oberteil der rechtsextremen BM (später Ambient) -Band „Burzum“ trägt (Siehe auch).

Es handelt sich dabei um dieses Bild:

Wenn sich die Autoren die Mühe gemacht hätten, wären sie vielleicht darauf gekommen, dass das Photo geshopped wurde, wie Anne Glatzel von Kontor Records (Scooter Plattenlabel) später in einem Diskussionsthread auf in der Facebook-Gruppe Kein Bock auf Nazis erläutert:

Hier findet sich das Originalbild:

Weiterhin: Zu dem Vorwurf, dass Baxxter sich ein Autogramm der rechten Band besorgt habe, wie es wohl in deren Gästebuch dargestellt wird: Pfff! Na klar versuchen die das für sich zu nutzen.

Ich vermute, dass H.P. Baxxter keine Ahnung hatte, mit wem er da gemeinsam im Flieger saß. Und ich weiß, dass die hysterische Vorverurteilung mich wütend macht. Kinder, geht doch mal draußen spielen!

Und mal ernsthaft: Wenn jemand Thomas Bernhard liest, weil er Fan dessen Werkes ist, sollte man – bevor ein Foto gnadenlos und hysterisch ausgeschlachtet und ein Mensch in die rechte Ecke gedrängt wird – lieber noch mal doppelt hin schauen und diesen Menschen dazu befragen.

’nuff said – ich höre dann mal wieder alten Red Skin Kram:

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