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SomL: Depeche Mode – The things you said

26 von 7.

1987, ein gutes Jahr für Musik.

Ich, als Depeche Mode-Fan – seitdem 1984 die Samples von “People are People” in westdeutschen Wohnzimmern hämmerten und mein Nachbar das Vinyl in sexy grau gefertigt auf seiner heimischen Anlage durchdrehen ließ – bilde mir ein, dass die gute alte Popmusik-Zeit allerspätestens mit der 1997 erschienenen “Ultra” von DM ihr Ende gefunden hat. Und alles, was danach kam, in einem Strudel der Stile seine eigene subkulturelle Nische behaupten musste und muss oder aber einfach richtig schlechte Popmusik ist…

…aber gut, das ist nur meine bescheidene Meinung und auch nicht maßgeblich für diese Episode.

Ich weiß noch, wie ich 1986 dank des Vorgängers von “Music for the masses” einen schwarzen Sommer zelebrierte – auch und gerne im Strandbad des Zülpicher Sees – der durchaus mit einem bestimmten Mädchen zu tun gehabt hat. So schwarz war er gar nicht, aber gefärbt von den Klängen der “Black Celebration”, die wir damals ständig hintereinander weg hören konnten. Bis sie uns buchstäblich am Ende des Sommers an der Ohren heraus hing.

Dann kam das nächste Jahr, ich drehte eine Ehrenrunde, “Music for the masses” erschien, als Single-Auskopplung kam “Never let me down again” im Shep-Pettibone-Remix und ich lernte meine Jungsclique kennen. Die furchterregende Viererbande, die in vielen der gemeinsamen Schulstunden auf alle vier Ecken im Klassenzimmer verteilt wurden. Aus Gründen.
Neben der Pogues’ “If I should fall from grace with god”, einigen Clash-Tunes und den Beastie Boys war auch dieses DM-Album Musik, die uns damals zusammenschweißte.

Heute ist der Kontakt zu zweien der mittlerweile Männer nicht mehr vorhanden und zum dritten nur noch sporadisch. Man hört von anderen Seiten ab und zu mal etwas.

Davon handelt “The things you said” nicht wirklich, aber der Songtitel passt und es ist nach wie vor ein schönes Stück Popmusik und die Texte Martin L. Gores mögen kitschig sein, aber vermutlich ist das auch deshalb, weil sie oft sehr wahr und wahrhaftig sind und deshalb können sie Emotionen auslösen bzw. gut beschreiben.

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