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Ein paar Worte zu mir, 10 Jahre kleinski.de und der Stimmung im Lande

Es hätte schön sein können und wenn man sich die Gast-Postings anlässlich des 5. Geburtstages dieses, mir eigenen Internetauftrittes, vor ‘s Auge führt, hätte er auch schön sein dürfen, der 10. Geburtstag von kleinski.de.

Mir ist nur nicht danach.

Wer mich persönlich und gut kennt, weiß, dass ich im letzten Jahr einiges mit mir selber auszumachen hatte und habe – nichts, was Euch beunruhigen sollte, aber auch nichts, was ich hier en détail berichten möchte. Nur, dass es auch für mich ein Leben neben dem Netz gibt, dort draußen in der Realität.

Somit komme ich zu dem anderen und ausschlaggebenderen Nichtfeier-Grund, der dort draußen in der Realität vor sich hin gärt: Der Hass. Mir erscheint es heute, im Jahr 1 nach der ersten Welle der fliehenden Menschen und dem damit immer stärker und immer offener auftretenden Hass, zu banal und zu aufgesetzt, einen Geburtstag meines Blogs zu feiern.

Wir haben heute den 21.02.2016, ich mag mir das Video aus Clausnitz kein zweites Mal anschauen und schäme mich dafür, mir mit diesen Menschen den Container “Nationalität” teilen zu müssen. Mir reichen auch ein paar Stichworte aus Bautzen, um zu wissen, was dort im Groben passiert ist. Und nein, ich will es nicht genauer wissen.

Denn es reicht. Das unmenschliche Gegeneinander, der ständig offener zu Tage tretende Hass muss ein Ende haben. Ich bitte darum, keinerlei Anteilnahme für die, die keine Liebe anderen Menschen gegenüber empfinden können, aufzubringen. Es gibt keinen Anlass für die, die kein Verständnis aufbringen wollen – und hier ist es mir auch völlig wurscht, ob jenen der empathische Moment fehlt und sie es vielleicht einfach nicht können – Verständnis aufzubringen.

Mir ist es auch egal, ob es arrogant daher kommt, dass ich das Appeasement gegenüber den vermeintlich besorgten Bürgern nicht mit tragen möchte.

Es ist genug. Es gibt keinerlei Rechtfertigung für deren “besorgtes” Verhalten, das sich vor allem darin äußert, Menschen, die ein schlimmeres Schicksal erlebt haben, als “die Besorgten” sich jemals ausmalen können, zu demütigen.

Es ist an der Zeit, sich darüber bewusst zu werden, dass Miteinander nur mit denen funktioniert, die dafür offen sind. Und nicht mit denen, die unverhohlen oder klammheimlich klatschen, wenn Asylbewerberheime brennen.

Und nun sind die anderen, seid Ihr gefragt, den bösartigen Stimmen Einhalt zu gebieten. Direkt. Sobald jemand um Verständnis für diese Menschenverachter bittet, dieses abzubügeln und klar zu machen, dass die nicht das Volk sind, die am lautesten brüllen. Sondern wir. Die 85%, die nicht die AfD wählen oder Pegida irgendwie doch okay finden.

Ich will kein “Ja, aber, das wird man doch mal sagen dürfen” mehr wahrnehmen müssen. Und ich werde diese und ähnliche Aussagen in meinem Umfeld nicht dulden.

Es reicht!

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