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Clips

Ein Jahr ohne MCA …

RIP MCA

… und die Welt steht nicht still. Auch wenn es mir in den ersten 1,2 Tagen, nachdem Adam Yauch sich von uns verabschiedet hat, tatsächlich so vor kam.

Denn die Beastie Boys waren die stilprägendsten Ikonen meiner Generation. Von Hardcore zu HipHop, zwischendurch zurück und dabei den Funk und andere Styles streifend. Immer mit dem Bewusstsein verbunden, woher die verschiedenen Einflüsse, die sie sich jeweils zu eigen machten, ihre Wurzeln hatten und nie ohne Respekt gegenüber dem Werk der älteren Musikergeneration.

Und dabei sahen die Beasties immer verdammt gut aus und verkörperten in ihrer nonchalanten Art die Möglichkeit, alles tun zu können, was man will.

Whatever. Ich denke, jeder, der gerne Rap hört, Streetwear trägt oder das Prinzip DIY versteht, kann für sich selber einordnen, inwieweit MCA/Adam Yauch mit den Beastie Boys für die eigene kulturelle Prägung eine Rolle spielt.

In meinem Leben eine große und deshalb möchte ich heute, ein Jahr nach dem Tod MCAs, eine kleine Auswahl an Videoclips, für die Adam Yauch unter seinem Pseudonym Nathaniel Hörnblowér auf dem Regiestuhl saß, hier vorstellen.
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Mahala Rai Banda – Balkan Reggae ft. Manasseh and Gregory Fabulous

Mahala Rai Banda, geformt als Brass-Super Group der rumänischen Roma – und eh schon diverse Styles abfrühstückend – trifft auf Remixer wie Jstar und Manasseh. Und verquickt Balkan Sounds mit Dub und anderen Genres als würde Kingston schon immer an der Moldau liegen.

Einfach mal richtig verschickt werden…

Versendet werden aus der Sicht eines Paketes.

Das hat Ruben van der Vleuten gefilmt. Beziehungsweise ein Paket zusammen gestellt, das die Reise aufzeichnet.

[ via ]

Musik. Visualisiert. Einfach. Schön.

Debussy, Clair de lune, Piano Solo von Stephen Malinowski.

Falco – The Sound of Musik

Falco also.

Most funkiest Weißbrot ever.

Vor 15 Jahren (und ein paar Monaten – der Karneval hat ‘s wohl verschluckt) hat es ihn erwischt und ein Bus rammte den Geländewagen, mit dem der “erste weiße Rapper” in der Dominikanischen Republik unterwegs war.

Die jüngeren unter den Lesern kennen vielleicht noch seinen postum veröffentlichten Hit “Out of the Dark”, der nach seinem Ableben veröffentlicht und ein Riesen-Hit und heute der Ausschlaggeber für dieses Posting hier wurde. War aber nicht sein einziger bzw. größter Erfolg und deshalb war es gar nicht so leicht, einen Song zu picken.

Am Ende habe ich mich für ein Funkbrett erster Kajüte entschieden.

LiedersOfTheNewSchool feat. Prince Zimboo – Prince Zimma

Prince Zimboo

Strike!

Fizzle und mein Riddim Box-Mate Mannu haben sich wieder Prince Zimboo geschnappt und ein Cover von Beenie Man’s “Who am I” durch den Moombahwolf gedreht.

Und nicht nur das: Obendrein gibt es 5 Remixe von illustren Gästen:

Symbiz Sound out of Berlin gave it an oriental dubsteppish twist and a very heavy production, the Czech producer Chong X made a Remix where Cumbia meets oldschool Dancehall and SoulForce added a smooth Moombhouse Remix.

DJ Sujinho, a DJ from the newly revived Nossa Camp out of Barcelona adds a crazy remix, changing the tempo in between from slow Trap to up-tempo Juke-Beats that should keep every party jumping. Another extremely creative retouch comes from Carnnibal out of Kingston Jamaica, who recently got a lot of hype on the world famous Mad Decent Blog. He blends Acid Basslines, weird electronic sounds and African drumming to a unique Mix that probably has never been heard before.

Am 30. März wird das Ding veröffentlicht, bis dahin könnt Ihr dies hier vorhören – komplett!

Prince Zimboo

80 Blocks from Tiffany’s

80 Blocks from Tiffany's

80 Blocks from Tiffany's

80 Blöcke entfernt von dem Juwelen-Mekka Tiffany’s liegt die South Bronx. Und dort aufgenommen liefert Gary Weis’ Dokumentation tiefe Einblicke über das Gangleben der puertoricanischen Savage Nomads und afroamerikanischen Savage Skulls Ende der 70er. Wer sich für das Klima, in dem HipHop entstanden ist, interessiert, ist hier bestens aufgehoben.

Und hier der Film in Gänze.

Weitere interessante Informationen finden sich bei der N.Y. Times.

Symbiz Sound – Soundboy Dead / 145

Soundboy Dead

Am 03. Mai erscheint endlich 145, das erste Album von Symbiz Sound. Als Amuse-Gueule haben die Chris Imbiss, Buddy Sym und ihr sympathischer Mikrofonmann Zhi MC Soundboy Dead raus gehauen und ich freue mich schon jetzt auf den Rest, der da noch kommen wird. Ein wenig durfte ich bei meinem letzten Berlin-Besuch in das Album rein hören und will nun endlich den Stuff für den Floor droppen!

Aber nun: Auf Knopfdruck wird aufgetischt.

Polizeigewalt in Köln.

Man sieht in folgendem Video, wie die Polizei mehr als harsch durchgreift. Dabei versucht, Pressearbeit zu verhindern. Und einen bewusstlosen Demonstranten mit den Beinen über den Boden schleift.

Polizeieinsatz Köln from Caro Lobig on Vimeo.

Heftig.

Andererseits muss ich sagen, dass ich wesentlich heftigere Polizeieinsätze miterlebt habe. 1992 in Rostock, als die Einsatzleitung einen Zug anhielt, um die Straße nach Rostock für tausende Gegendemonstranten dicht zu machen. Das Asylantenheim wurde vom 22. bis zum 26. August belagert, die Polizei zog sich zurück und überließ dem braunen Mob Lichtenhagen. Auf der anderen Seite hat es keine 3 Tage gebraucht, um Rostocks Straßenzüge mit Wasserwerfern und Einsatzwagen zu füllen. Gekesselt wurde dann später auch. Ich erinnere mich an eine Punktlandung von 5 Helikoptern, die meines Wissens keine Kennzeichnung hatten. Und an einen Vorort von Rostock, dessen Hauptdurchgangsstraße links und rechts mit Einsatzwagen gesäumt war – durchgehend. Und ich frage mich heute noch: Wie konnte es passieren, dass die Staatsgewalt tagelang vor den Rechten zurück wich, aber innerhalb weniger Tage Tausende von Polizisten zum Einsatz auf der Gegendemonstration mobilisieren konnte?

Einige Monate vorher wurden innerhalb weniger Wochen in Köln drei besetzte Häuser geräumt. Beim ersten Einsatz seilten sich die Polizisten spektakulär aus einem Helikopter ab, um dann während der Räumung einem der vermummten aber friedlichen Besetzer einen mehrfachen Trümmerbruch am Handgelenk zuzufügen – vor Gericht wurde ihm Recht gegeben und Schmerzensgeld zugesprochen. Ein Kameramann, der für den WDR tätig war, wurde nicht nur massiv, sondern auch körperlich in seiner Arbeit behindert. Beim zweiten Einsatz – als zwei Häuser gleichzeitig geräumt wurden – kam ein Räumpanzer zum Einsatz und ich konnte mitverfolgen, wie einem Besetzer eine Schusswaffe an die Schläfe gehalten wurde. Durch einen mehrere Sterne tragenden Beamten.

So etwas will ich nie wieder sehen.

Vermutlich empfinde ich das Verhalten der Polizei bei dem aktuellen Vorgang in Köln-Ehrenfeld deshalb weniger skandalös als unprofessionell. Und löst in mir den starken Wunsch nach besser geschulten Einsatzkräften aus. Und nach einer Instanz, die auch bürgerlich besetzt ist und Polizeiarbeit überwacht.

Vor allem, wenn man den Bericht von Selin Öksüz liest, denn dieser Fall erschüttert mich mehr, als die in dem Video dargestellte Aktion:

Letzte Nacht wurde (u.a.) ich Zeuge eines sehr traurigen, schockierenden Vorfalls. Eine Freundin und ich saßen gegen 5 Uhr in der Friesenstr. in Köln vor dem Kiosk ggü. vom Goldfinger. Es standen mehrere Polizeibeamte (ca. 10) in Uniform und ein Hundehalter mit einem sehr unruhigen, bellenden Boxer(?)hund. Ein dunkelhäutiger, junger Mann diskutierte mit einem der Beamten, die anderen standen teilnahmslos rum. Der Mann war weder aggressiv, noch offensiv, hielt die Hände nach oben – quasi in Unschuld zeigender Körpersprache. Plötzlich, ohne dass der Mann jegliche, angreifende Bewegung gemacht hat, schlug der Beamte auf ihn ein, prügelte ihn zu Boden, jetzt kommen die anderen Beamten mit ins Spiel. Während der sich nicht wehrende Mann fesseln ließ, wurde er auf dem Boden von anderen Beamten weitergetreten. Seine Hose war gerissen, er lag immer noch nicht wehrend am Boden, aber da das scheinbar nicht ausreichend war, ging der Hund auf ihn los und biss ihm ins Handgelenk. Wir und alle anderen schockierten Partygänger auf der Strasse haben spätestens jetzt die Polizei angeschrien, sie sollen endlich aufhören, dass der Mann doch nix gemacht hat, dass er blutet, dass der Hund aufhören soll etc. Letztendlich wurde er überall blutend, mit zerfetzten Klamotten abgeführt und glücklichweise in einem Krankenwagen versorgt und abgeführt. Zu unseren Vorwürfen reagierte ein Beamter mit Demonstration seines Schlagstockes und Pfeffersprays, verbal hat sich niemand geäußert. Die komplette Situation war absolut nicht gerechtfertigt!! Jetzt stellt euch mal vor, ihr seid so ein Peschvogel oder einem Bekannten von euch passiert sowas. Krankenhausreif, grundlos hergerichtet und das von der POLIZEI! Ich kannte das Opfer nicht, aber wir haben sofort Strafanzeige erstattet, weil es sowas hier in unserem SOZIALstaat nicht geben darf!! Grundlose Gewalt!!! Von der falschen Seite ausgehend!! Da muss einfach was getan werden! Weiß nur, dass das Opfer ungefähr Elijah Kott(?) heisst, er hat akzentfrei Deutsch gesprochen, groß, schlanke Statur, Vater Deutsch. Kennt ihn jmd? Hoffe er hat einen guten Anwalt und wird am Ende seine Gerechtigkeit erlangen. Bitten teilen und darüber reden, bitte nicht wegschauen!!!

Und wieder: Schlagstock und Pfefferspray.

Hoffen wir mal, dass das keine Methode ist, mit der man die Leidensbereitschaft der Bürger austestet. Und dass wir nicht wieder den Level an Polizeigewalt erleben, der in den 90ern eher Usus war.

Naked City. 1992. Live. NYC. 2.5h.

Naked-City

… ’nuff said.

Naked-City

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